Regisseure

Interne Regisseure

Walter Gärtner (+2000)

war der Mann der ersten Stunde. Er war seit der Gründung des Vereins im Jahr 1984 Spielleiter und führte ausschließlich selbst Regie. Die Anzahl der von ihm inszenierten abendfüllenden Stücke reicht weit über 20, dazu kommen unzählige kleinere Bearbeitungen, wie Kurzszenen, Lesungen und Einakter. Besonders hervorzuheben ist seine Liebe zur bayerischen Sprache, weshalb das AVT fast alle bekannten Ludwig-Thoma-Stücke auf die Bühne gebracht hat. Im Dezember pflegte man viele Jahre, Thomas Hl. Nacht im Sisi-Schloss zu lesen. In den darauffolgenden Jahren experimentierte er mit Krimis und Boulevardkomödien. Seine guten Beziehungen zu den Münchner Turmschreibern verhalfen den Aichachern sogar einmal dazu, in der kleinen Komödie in München den Rigoletto (Opern auf bayerisch) darzubieten. Gärtner war auch als Autor tätig, so schrieb er auf der Grundlage eines alten Aichacher Manuskriptes den „Aichacher Arrogantius“, der mehrfach als szenische Lesung aufgeführt wurde. Außerdem pflegte er gute Kontakte zu Aichachs Partnerstädten Schifferstadt und Brixlegg, wo man mehrere Gastspiele gab. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2000 war für alle ein Schock. Gärtner war gerade erst pensioniert worden und hatte noch viele Pläne, auch das Aichacher Volkstheater betreffend und hinterließ eine große Lücke im Verein.

 

 

Ingrid Predasch

übernahm nach Walter Gärtners Tod vorerst Regie und Spielleitung. Als Gründungsmitglied des Aichacher Volkstheaters war sie in den ersten Jahren als Spielerin tätig, widmete sich nach Walter Gärtners Tod als Spielleiterin aber mehr und mehr der Vereinsorganisation.
Ihr Debüt als Regisseurin gab sie im Herbst 2000 mit "Massl" von Gerhard Loew. Sozusagen als Krisenplan hatte man in einer Mitgliederversammlung beschlossen, in Gärtners Sinne die Herbstaufführung mit drei Einaktern stattfinden zu lassen. Zusammen mit Schorsch Huber und Elisabeth Drescher-Ferstl gestaltete sie den Abend.

Es folgte 2001 "Pension Schöller", 2002 in Co-Regie mit Claudia Flassig "Gangster, Gräber und Gelehrte" und 2005 Molières "Der Menschenfeind".  Ihre letzte große Regie führte sie 2007 mit „Der Schweinefaust“. Wegen ihres Organisationstalents und ihres fundierten Wissens, das sie sich auf zahlreichen Fortbildungen und Theaterbesuchen erworben hatte, folgten dann unzählige Einsätze als Regie-Assistenz, Regisseurin für Lesungen und Kurzstücke und als "Gehirn des Vereins".

 

 

Claudia Flassig

stieg schon bald mit in die Regiearbeit ein. Sie ist seit 1986 Vereinsmitglied und sammelte zahlreiche Erfahrungen als Spielerin, Masken- und Bühnenbildnerin. Zusammen mit Ingrid Predasch besuchte sie viele Fortbildungen und lenkte die Ausrichtung des Vereins in Richtung Literaturtheater. Waren es 2002 mit „Gangster, Gräber und Gelehrte“ und 2003 mit „Ein ungleiches Paar“ noch Boulevardkomödien, die sie inszenierte, so setzte sie sich ab 2006 mit „Lysistra“ und 2008 mit „Ein Sommernachtstraum“ mit klassischen Stoffen auseinander. Außerdem bearbeitet sie seit 2012 alle drei Jahre ein Hans-Sachs-Stück, das ein kleines Ensemble auf ganz unkonventionelle Art anlässlich der Mittelalterlichen Markttage zu Aichach auf die Bühne bringt. In ihrer Funktion als Spielleiterin stellt sie jedes Jahr eine Stückliste zusammen, aus der man zusammen mit der Truppe und dem Regisseur das Stück auswählt, das dann im Herbst gespielt wird.

 

 

Oliver Gutmann

kam 2004 vorerst als Spieler zum Verein. Bald engagierte er sich auch als Maskenbildner und schließlich als Regisseur. Sein Debüt hatte er im Jahr 2010. Mit „Peter Pan“ brachte er erstmals ein Stück auf die Bühne, in dem die meisten Hauptrollen von Kindern und Jugendlichen getragen wurden. Im Folgejahr inszenierte er die Boulevardkomödie „Der Tag, an dem der Papst entführt wurde“. 

 

 

 

Markus Schneider

gründete zusammen mit seiner Frau Sabine und Karin Seiler, der langjährigen Kostümbildnerin des Vereins, die Kinder- und Jugendgruppe des Aichacher Volkstheaters. Das erste Stück, „Prinz Schweinehirt“, feierte seine Premiere beim Stereowald-Festival auf der Waldbühne im Grubet. Im Folgejahr verlegte man den Spielort nach Obermauerbach zum Canada. Dort wurde die Gruselkomödie „Wer hat Angst vor Argie Schlotter?“ zum Besten gegeben. Außerdem wurden die Stücke auch auf caritativen Veranstaltungen wie im Kreuzgratgewölbe des Landratsamtes und in Altenheimen gespielt.

Externe Regisseure

 

Hans Kriss

leitete mit der "Entführung aus dem Abteil" und dem „Besuch der alten Dame“ im Jahr 2004 in zweifacher Hinsicht eine neue Ära ein. Erstens hatte das AVT zum ersten Mal keinen Regisseur aus eigenen Reihen, zweitens erfolgte nun endlich der langersehnte Sprung ins Literaturtheater.
Hans Kriss lernte zuerst den Schreinerberuf, machte dann aber eine Schauspielausbildung und war 1981 Gründungsmitglied der Schauspielgruppe „Bühnenstich“, die ausschließlich eigene Theaterstücke realisierte. Eines davon, „Die Entführung aus dem Abteil“, brachte er 2004 mit dem  Aichacher Volkstheater anlässlich der „Literaturlandschaften Bayerns“ mehrfach auf die Bühne.
Es sollten noch viele weitere Stücke mit ihm als Regisseur folgen: 2006 „Lodengrün“, 2007 als Mentor bei „Der Schweinefaust“, 2009 „Himmelwärts“ und schließlich 2014 „Fröhliche Weihnachten, Mr. Scrooge“. Hans Kriss ist ein Regisseur, der immer ein klares Konzept mitbringt, der genau weiß, wohin er will und der Spieler und Team mit beinahe endloser Geduld auf den richtigen Weg lenkt, dabei aber nie Humor und Spaß an der Sache vermissen lässt.    

 

 

Florian Kreis

hat sich ganz dem Theater verschrieben, als Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge, um nur einige seiner Aktivitäten zu nennen.

Gut möglich, dass man Kreis schon mal in Augsburg begegnet ist, verkleidet als der junge Bertolt Brecht, der torkelnd und grölend die Rathaustreppe hinunter stolpert, als Wolfgang Amadeus Mozart, der Sie mit seinem Bäsle durch die Straßen Augsburgs führt, gewandet als Jakob Fugger oder Martin Luther, der zusammen mit einer bestens informierten Stadtführerin Touristen und Einheimischen die Geschichte der Stadt näherbringt.

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet Kreis auch als Theatertherapeut und Coach für Unternehmen. Auf seiner Homepage www.theater-im-leben.de sind auch verschiedenste Seminare zu buchen. Die Seminararbeit reicht von Kinderworkshops über Jugendarbeit bis hin zu Erwachsenenbildung. Mit dem Aichacher Volkstheater inszenierte er 2013 "Volpone".

 

 

Gianna Formicone

war 2016 Regisseurin bei Aristophanes´ „Die Vögel“. Kennengelernt hatte man sich im Sensemble-Theater, mit dem das Aichacher Volkstheater freundschaftlich verbunden ist.
An der Universität in Modena studierte die sympathische Italienerin Europäische Kultur und Fremdsprachen und spezialisierte sich daraufhin in Augsburg, im Zuge des Erasmus-Programms, auf Kultur-Management und intensivierte dort ihre Fremdsprachenkenntnisse. Seit 2012 ist sie als freie Regisseurin am Sensemble Theater Augsburg tätig und brachte in dieser Zeit Stücke wie „Erben und Sterben“ von Friederike Roth, „Oleanna - ein Machtspiel“ von David Mamet, „Kaspar Häuser Meer“ von Felicia Zeller, „Kunst“ von Yasmina Reza und „Eine einzige Nacht“ von Sebastian Seidel auf die Bühne. Während ihrer Regiezeit in Aichach besuchte sie einen zweiwöchigen Workshop beim mittlerweile verstorbenen Dario Fo und kam begeistert und voller Enthusiasmus zurück.

 

 

Dagmar Franz-Abbott

ließ sich nach einem Philosophie- und Literatur-Studium an der Fachschule für Schauspiel in Berlin zur diplomierten Schauspielerin ausbilden. Neben zahlreichen Theaterengagements bis 1990 arbeitete sie auch bei Film und Fernsehen und wirkte bei Hörspielen mit. Seit 1995 arbeitet sie als freiberufliche Sprecherzieherin und Rhetorik – Coach, unter anderem bei der Augsburger Puppenkiste, bei Radio Fantasy und vielen renommierten Augsburger Wirtschaftsunternehmen. Daneben ist sie Dozentin der Medienakademie Augsburg, Lehrerin für Drama und Film und Media an der International School in Augsburg und hat die Jungendtheater-Leitung des Jungen Theaters Augsburg inne.

Im Aichacher Volkstheater führt sie 2017 Regie in  Thomas Birkmeirs moderner Adaption der Mittelalter-Saga „Die Nibelungen“.

Dagmar geht sehr offen an das Stück heran und entwickelt es zusammen mit den Schauspielern. Dabei profitiert die Truppe von ihrem unerschütterlichen Humor, ihrer Spontanität, ihrem Mut, Unkonventionelles auszuprobieren und ihrem wunderbaren Teamgeist.  

Mehr über Dagmar Franz-Abbott erfährt man unter  www.sprechschulung.com

Spielort

Herbstinszenierung:

TSV-Turnhalle

Donauwörther Straße 12

86551 Aichach

 

Jugendtheater:

Beim Canada

Hofmarkstr. 5b 
86551 Obermauerbach

 

Kontakt

kontakt@aichacher-volkstheater.de

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

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